Stein und Pflanze sind eins; S.104, Aut. Kathrin Hofmeister Tipps & Tricks - 22.11.2006
Ein Traum, ein Lebenswunsch, ein Ziel, könnte dieser Ort für alle Hortensien-Liebhaber sein: im nord-bretonischen Département Finistére bei der Stadt St-Pol-dé-Léon gibt es ein besonderer Herrensitz mit besonderer Flora - das Landgut Manoir de Kersaliou. Die Hausherren Isabelle und Gilles Pichon haben vor kurzem begonnen, das Innere des vor 10 Jahren geerbten Familienbesitz zu renovieren, ein Unterfangen, was viel Ausdauer erfordert, denn Kersaliou heisst auf bretonisch 'Haus der Säle'. Aber allein der Anblick der Fotos entfacht Ausdauer. Gebaut wurden die alten Mauern um 1510, umgeben sind sie und der Garten von einer Vielzahl üppiger Hortensienbüsche (Hydrangea macrophylla und andere strauchige Formen), die im sauren Boden der Bretagne bestens gedeihen und von Juli bis Dezember ein Meer von Blütenbällen hervorbringen. Das Farbenspiel reicht von weiss über rosa, rot, blau bis violett in allen Schattierungen und Nuancen, und das alles ohne menschliches Zutun, ohne `Chemie`. Da es sehr selten friert, erfolgt das Auslichten der Büsche im Januar, zu welcher Zeit übrigens auch schon die ersten Kamelien blühen. Und im Mai, fast selbstverständlich, beginnen die Rosen Farbe zu zeigen - denn diese dürfen natürlich an keinem alten Gemäuer fehlen. Dieses Fleckchen Erde ist sicher ein Geheimtipp für alle Gartenreisenden.
Dies ist eine Zusammenfassung aus einem Artikel der Zeitschrift GartenTräume und wurde zuerst in lu-press publiziert. » Artikel ansehen
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Stein und Pflanze sind eins; S.104, Aut. Kathrin Hofmeister